Webhosting oder VPS für eine Website

Shared Hosting ist ein fertiger Platz für eine Website, um den Server kümmert sich der Anbieter. Ein VPS ist ein eigener Server, auf dem Sie alles selbst einrichten. Für eine Landingpage und eine normale WordPress-Website reicht Hosting, und es ist um ein Mehrfaches günstiger. Einen VPS brauchen Sie, wenn die Limits des Kontos nicht ausreichen oder wenn Sie ein Programm benötigen, das das Hosting nicht erlaubt. Im Folgenden: was in jeder Variante enthalten ist, was sie kostet und eine Tabelle für die Wahl.

Aktualisiert 04.11.2026 · VPS nach eigenen Anforderungen finden →

Hosting und VPS werden oft nur nach dem Preis verglichen, es sind aber unterschiedliche Dienste. Beim Hosting kaufen Sie eine fertige Umgebung für die Website samt Administration. Beim VPS kaufen Sie Ressourcen und Freiheit, und die Administration wird Ihre Aufgabe. Dieser Artikel ist ein Nachschlagewerk für die Wahl von Grund auf. Läuft Ihre Website schon auf einem Hosting und Sie denken über einen Umzug nach, lesen Sie den Artikel Wann sich der Umstieg von Shared Hosting auf einen VPS lohnt: Dort geht es um die Anzeichen, die einen Umzug rechtfertigen.

Was Shared Hosting bietet

Beim Hosting liegt Ihre Website auf einem gemeinsamen Server zusammen mit den Websites anderer Kunden. Sie haben einen Ordner für Dateien, Datenbanken und ein Control Panel, System, Webserver und PHP richtet der Anbieter ein und hält sie aktuell. Was meist im Tarif enthalten ist:

  • Control Panel: cPanel, ISPmanager oder ein eigenes Panel des Anbieters, mit Websites, Datenbanken, Postfächern, Cron-Jobs und CMS-Installation mit wenigen Klicks.
  • E-Mail unter der eigenen Domain: Postfächer wie info@ihre-domain ohne eigenen Server.
  • SSL-Zertifikat: ein kostenloses wird automatisch ausgestellt und verlängert.
  • Backups: Der Anbieter sichert Dateien und Datenbanken nach seinem eigenen Zeitplan.
  • Sicherheit und Updates: Für System, Webserver und Serverschutz ist der Anbieter zuständig.

Nicht alles davon gibt es in jedem Tarif. Laut Katalog von accsly.io mit Stand November 2026 ist kostenloses SSL bei 1.106 Hosting-Tarifen angegeben, bei 47 fehlt es ausdrücklich. Backups sind bei 914 Tarifen angegeben, E-Mail bei 991, und 14 Tarife bieten überhaupt keine E-Mail. Bei den übrigen Tarifen nennt die Website des Anbieters diese Bedingungen nicht, prüfen Sie sie also vor der Zahlung.

Limits beim Hosting: Prozessor, Prozesse, Inodes

Damit eine Website die Nachbarn nicht stört, begrenzt das Hosting jedes Konto. Häufig wird dafür CloudLinux eingesetzt, und dessen Dokumentation zeigt gut, welche Limits es gibt:

  • SPEED: der Prozessoranteil in Prozent eines Kerns. Standard sind 100 %, also ein Kern für das ganze Konto.
  • PMEM: der physische Arbeitsspeicher der Prozesse des Kontos, standardmäßig 1 GB. Wird er überschritten, werden Prozesse beendet, und die Website liefert Fehler 500 oder 503.
  • EP: die Zahl gleichzeitiger eingehender Prozesse, also Aufrufe von PHP-Skripten, SSH-Sitzungen und Cron-Jobs. Standard sind 20. Ist das Limit erreicht, antwortet die Website mit dem Fehler 508 Resource Limit Is Reached.
  • NPROC: die Gesamtzahl der Prozesse und Threads, standardmäßig 100.
  • IO: die Lese- und Schreibgeschwindigkeit auf der Festplatte, standardmäßig 1024 KB/s; bei Überschreitung werden Prozesse nicht beendet, sondern verlangsamt.
  • Inodes: die Zahl der Dateien und Ordner im Konto. Eine Website mit großem Cache oder Tausenden Bildern stößt eher an dieses Limit als an den Speicherplatz.

Das sind Standardwerte, die tatsächlichen legt der Anbieter für jeden Tarif selbst fest. Suchen Sie sie in der Beschreibung oder fragen Sie den Support. Wie Sie solche Bedingungen lesen, erklärt der Artikel So lesen Sie die Tarife eines Anbieters. Eine weitere Einschränkung des Hostings: Sie können keine eigene Software installieren, etwa dauerhaft laufendes Node.js oder Python, Redis, eine Suchmaschine oder eine eigene Datenbankversion.

Was ein VPS bietet

Ein VPS ist eine virtuelle Maschine mit Root-Zugriff, auf der das ganze System Ihnen gehört. Das bringt:

  • Beliebiger Stack. Die gewünschte Version von PHP, Node.js, Python, Redis, Warteschlangen, Suche, Docker, alles, was unter Linux oder Windows läuft.
  • Eigene Limits. Alle Kerne, der Arbeitsspeicher und die Festplatte des Tarifs stehen Ihren Websites zur Verfügung, und Sie verteilen sie selbst.
  • Hintergrundprozesse. Queue-Worker, WebSockets, geplante Aufgaben beliebiger Dauer.
  • Isolation. Fremde Websites teilen sich mit Ihnen weder Webserver noch PHP.

Die Kehrseite: Alles, was beim Hosting der Anbieter erledigt, machen auf einem VPS Sie oder ein beauftragter Administrator. Systemupdates, Firewall, Zertifikate, Backups außerhalb des Servers, Monitoring, Fehleranalyse. Ein Control Panel erleichtert die Arbeit, nimmt Ihnen aber die Verantwortung nicht ab; kostenlose und kostenpflichtige Panels vergleicht der Artikel Control Panels für Server. Ein eigener Mailserver erfordert eine gesonderte Einrichtung von PTR, SPF, DKIM und DMARC, siehe Mailserver auf einem VPS. Womit Sie bei der Absicherung anfangen, beschreibt der Artikel Die ersten 10 Schritte nach dem Kauf eines VPS.

Was es kostet

Die Preise unten stammen aus dem Katalog von accsly.io mit Stand November 2026, berücksichtigt sind vorrätige Tarife. Es sind Mediane der Tarifpreise pro Monat bei monatlicher Abrechnung. Der Katalog führt die Preise in Rubel; die Euro-Beträge sind zum Kurs der Zentralbank Russlands vom 4. November 2026 umgerechnet und gerundet. Ob die Mehrwertsteuer enthalten ist, hängt vom Anbieter ab. Eine Einrichtungsgebühr ist bei solchen Tarifen selten: Beim Hosting gibt es sie bei 89 von 6.435 Tarifen mit monatlicher Abrechnung. Die Domain wird separat bezahlt.

VarianteMedian, alle Standorte
Hosting für 1 Website3,40 € (956 Tarife)
Hosting für 10 Websites7,10 € (414)
Hosting ohne Begrenzung der Websites11,60 € (367)
VPS 1 vCPU, 1 GB7,10 € (1.547)
VPS 2 vCPU, 2 GB14,90 € (1.514)
VPS 2 vCPU, 4 GB19,00 € (2.406)

Beachten Sie eine Besonderheit des Hostings: 26 % der Hosting-Tarife im Katalog gibt es nur mit einer Zahlung für mindestens drei Monate, 23 % nur mit Jahresvorauszahlung. Vergleichen Sie deshalb den Preis pro Monat, nicht den zu zahlenden Betrag.

Was das für typische Websites bedeutet:

  • Landingpage oder Visitenkarten-Website. Das einfachste Hosting für 1 Website reicht aus, und das sind wenige Euro im Monat. Ein VPS ist für eine solche Website zu teuer und unnötige Arbeit. Auswahlen: Günstiges Webhosting und Webhosting bis etwa 1,10 € im Monat.
  • Website oder Blog mit WordPress. WordPress empfiehlt PHP 8.3 oder neuer, MySQL 8.0 oder MariaDB 10.11 und neuer sowie HTTPS-Unterstützung, prüfen Sie also die Versionen von PHP und Datenbank in der Tarifbeschreibung. Hosting passt, solange die Website in den Limits des Kontos bleibt: Webhosting für WordPress. Brauchen Sie Redis, einen eigenen Seitencache auf Webserver-Ebene oder viele gut besuchte Websites, nehmen Sie einen VPS mit 2 vCPU und 2–4 GB: VPS für WordPress.
  • Onlineshop. Ein kleiner Shop mit WooCommerce oder einem anderen CMS läuft auf einem guten Hosting-Tarif: Webhosting für Onlineshops. Ein Katalog mit Tausenden Artikeln und Filtern, geplante Importe von Produktdaten und eine Suche erfordern eher einen VPS mit 2–4 vCPU und 4 GB: VPS für Onlineshops. Wie viele Ressourcen eine bestimmte Last braucht, rechnet der Artikel Wie viel Arbeitsspeicher und Prozessor eine Website braucht vor.

Rechnen Sie zum Preis des VPS hinzu, was beim Hosting schon im Tarif enthalten ist: die Lizenz für das Panel, falls Sie ein kostenpflichtiges wählen, Backups außerhalb des Servers, einen Maildienst für die Domain und die Zeit eines Administrators.

Entscheidungstabelle

SituationWas Sie wählen
Landingpage, Visitenkarte, Blog, CMS-Website ohne eigene SoftwareHosting
Keine Zeit und keine Lust, einen Server zu administrierenHosting oder VPS mit Administration durch den Anbieter
E-Mail unter der Domain ohne eigene EinrichtungHosting oder ein separater Maildienst
Viele Websites eines Inhabers, alle mit PHPHosting für 10 und mehr Websites; VPS, wenn die Websites gut besucht sind
Node.js, Python, Redis, Warteschlangen, WebSockets erforderlichVPS
Die Website stößt regelmäßig an Limits für Prozessor, Prozesse oder InodesGrößerer Hosting-Tarif oder VPS
Eigene Webserver-Konfiguration, Zugriff auf Logs, IsolationVPS
Shop mit großem Katalog, Importen und SucheVPS mit 2–4 vCPU und 4 GB

Im Zweifel beginnen Sie mit Hosting: Auf einen VPS umziehen können Sie später ohne Ausfall, den Ablauf beschreibt der Artikel So ziehen Sie eine Website vom Hosting auf einen VPS um. Alle Hosting-Tarife finden Sie im Bereich Webhosting für Websites, virtuelle Server für Websites in der Auswahl VPS für Websites.

Häufige Fragen

Was ist für eine Website besser: Hosting oder VPS?

Für eine Landingpage, einen Blog und eine normale CMS-Website ist Hosting besser: Es ist günstiger, und um den Server kümmert sich der Anbieter. Einen VPS brauchen Sie, wenn die Limits des Kontos nicht reichen oder Sie eigene Software oder Hintergrundprozesse benötigen.

Was kosten Hosting und VPS für eine Website?

Laut Katalog von accsly.io mit Stand November 2026 kostet Hosting für 1 Website im Median rund 3,40 € im Monat. Ein VPS mit 2 vCPU und 2 GB kostet in der Marktmitte rund 14,90 € im Monat, jeweils bei monatlicher Abrechnung (aus Rubel umgerechnet und gerundet).

Was ist der Fehler 508 beim Hosting?

Das ist die Antwort Resource Limit Is Reached: Das Konto hat sein Limit gleichzeitiger Prozesse ausgeschöpft. Die Website ist wieder erreichbar, sobald die laufenden Anfragen abgeschlossen sind; tritt der Fehler regelmäßig auf, brauchen Sie einen größeren Tarif oder einen VPS.

Was sind Inodes beim Hosting?

Das ist ein Limit für die Zahl der Dateien und Ordner im Konto. Eine Website mit großem Cache, Tausenden Bildern oder alten Backups kann daran stoßen, obwohl noch Speicherplatz frei ist.

Muss ich einen VPS für eine Website administrieren?

Ja. Systemupdates, Firewall, Zertifikate, Backups und Monitoring sind auf einem VPS Ihre Aufgabe. Kann sich niemand darum kümmern, wählen Sie Hosting oder einen VPS mit Administration durch den Anbieter.

Eignet sich Hosting für WordPress?

Ja, wenn der Tarif die von WordPress empfohlenen Versionen bietet: PHP 8.3 oder neuer, MySQL 8.0 oder MariaDB 10.11 und HTTPS. Einen VPS brauchen Sie für eine gut besuchte Website, für Redis oder einen großen Shop mit WooCommerce.

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