So finden Sie das passende Webhosting für Ihre Website
Beim Shared Hosting teilt sich Ihre Website einen Server mit Hunderten Websites anderer Kunden. Einrichtung und Updates des Servers übernimmt der Anbieter, Sie bekommen ein Control Panel: Dateien hochladen, Datenbanken anlegen, Domain und E-Mail verbinden. Im Vergleich stehen derzeit mehr als 7.600 Tarife von rund 1.600 Anbietern. Die günstigsten kosten weniger als 50 Cent im Monat, ein typischer Tarif in der Mitte des Feldes liegt bei etwa 6–7 €.
Webhosting oder VPS?
Der entscheidende Unterschied: Wer ist für den Server verantwortlich? Beim Webhosting sehen Sie das Betriebssystem nicht und können keine eigene Software installieren, müssen sich dafür aber auch nicht um Updates, PHP-Sicherheit und den Mailserver kümmern. Ein VPS bietet garantierte CPU-Kerne, festen Arbeitsspeicher und vollen Root-Zugriff – die Administration liegt dann allerdings bei Ihnen.
- Webhosting reicht für eine Visitenkarten-Website, einen Blog, eine Firmenwebsite mit WordPress oder Joomla oder einen kleinen Shop mit überschaubarem Traffic.
- Ein VPS lohnt sich, wenn die Website an CPU-Limits stößt oder Sie eine eigene PHP-Version, Node.js, Python, Hintergrundprozesse oder spezielle Module brauchen. Mehr dazu in der Auswahl VPS für Websites.
So lesen Sie eine Tarifbeschreibung
Jeder Anbieter stellt seine Tarife etwas anders dar, die wichtigsten Kennzahlen sind aber überall dieselben.
- Speicherplatz. Der Median im Katalog liegt bei 20 GB. Einer CMS-Website ohne großes Medienarchiv genügen meist 2–5 GB. Bedenken Sie aber, dass E-Mails, Backups und Logs oft in dasselbe Kontingent fallen. Auch der Speichertyp zählt: NVMe bietet etwa ein Drittel der Tarife. Zum Unterschied gegenüber SSD siehe Webhosting mit NVMe.
- Anzahl der Websites. Viele Tarife nennen dieses Limit nicht ausdrücklich. Wo es angegeben ist, sind 1, 5 oder 10 Websites am häufigsten. Subdomains und Aliasse werden mitunter separat gezählt.
- Datenbanken. WordPress braucht pro Website eine MySQL- oder MariaDB-Datenbank. Ein Tarif mit fünf Websites, aber nur einer Datenbank ist eine Falle: Dann müssen alle Websites mit unterschiedlichen Präfixen in dieselbe Datenbank.
- Control Panel. Am weitesten verbreitet ist cPanel, danach folgen Plesk, DirectAdmin und ISPmanager. Wenn Sie eines davon schon kennen, sparen Sie Einarbeitungszeit.
- Traffic. Fast die Hälfte der Tarife bietet unbegrenzten Traffic. In der Praxis heißt das: Für Traffic wird nichts berechnet, die Limits für CPU und Prozesse gelten trotzdem.
- PHP-Versionen. Ein guter Anbieter lässt Sie die Version für jede Website einzeln wählen – von veralteten 7.x-Versionen für Altprojekte bis zur aktuellen 8.x.
- SSL. Ein kostenloses Let's-Encrypt-Zertifikat ist heute Standard. Verkauft ein Anbieter SSL für eine gewöhnliche Website als Extra, sollten Sie skeptisch werden.
- Backups. Wichtig ist, wie oft gesichert wird, wie lange die Sicherungen aufbewahrt werden und ob Sie eine Website selbst wiederherstellen können, ohne kostenpflichtige Anfrage beim Support.
- E-Mail. Meist sind die Zahl der Postfächer, deren Größe und die Zahl der Mails pro Stunde begrenzt. Für Newsletter ist Hosting-Mail ungeeignet.
Preis im ersten Jahr und Preis bei Verlängerung
Viele Anbieter, gerade aus den USA, werben mit einem Aktionspreis, der nur bei Vorauszahlung für ein bis drei Jahre und nur für die erste Laufzeit gilt. Bei der Verlängerung kann der Tarif zwei- bis dreimal so teuer werden. Suchen Sie deshalb vor der Entscheidung auf der Tarifseite den Verlängerungspreis: Den zahlen Sie, solange die Website läuft. Günstige Angebote finden Sie in der Auswahl günstiges Webhosting – dort gilt diese Regel ganz besonders.
Was Webhosting in der Praxis kostet
Die Preisspanne ist riesig: von unter 50 Cent bis zu mehreren Dutzend Euro im Monat. Grob lässt sich der Markt in drei Stufen einteilen.
- Bis etwa 1,50 € – eine Website, ein paar Gigabyte Speicher, minimale CPU-Limits. Passt für eine Visitenkarte, eine Landingpage oder einen kleinen Blog.
- Etwa 1,50–7,50 € – hier liegt die große Masse der Tarife, auch der Median des Katalogs. Üblich sind 10–30 GB, mehrere Websites und Datenbanken, Backups und vernünftige Prozesslimits. Das genügt den meisten Firmenwebsites und kleinen Shops.
- Über 7,50 € – Tarife für stark besuchte Websites und viele Projekte: mehr Kerne und RAM pro Account, Dutzende Websites, bevorzugter Support. Wer viele Projekte betreibt, sollte sich die Auswahl Webhosting für 10 Websites ansehen. In dieser Preisklasse ist ein günstiger VPS bereits vergleichbar teuer, ein Vergleich beider Varianten lohnt sich.
So nutzen Sie den Vergleich
- Legen Sie eine Preisobergrenze und den Mindestspeicher fest – das sortiert den Großteil der unpassenden Angebote sofort aus.
- Filtern Sie nach Serverstandort. Für Besucher aus dem deutschsprachigen Raum sind Server in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder den Niederlanden naheliegend – kurze Ladezeiten und Hosting innerhalb der EU erleichtern auch die DSGVO. Für ein Publikum in Russland gibt es die Auswahl Webhosting in Russland.
- Bei mehreren Websites geben Sie die benötigte Anzahl an: Tarife mit „?“ nennen ihr Limit nicht, fragen Sie beim Anbieter nach.
- Wählen Sie Control Panel und Zahlungsart, falls Ihnen das wichtig ist.
- Öffnen Sie zwei, drei Tarife auf der Website des Anbieters und prüfen Sie die Bedingungen: Verlängerungspreis, Backups, Limits für CPU und Prozesse.
Die Preise in der Tabelle sind umgerechnet und gelten pro Monat bei monatlicher Zahlung bzw. umgerechnet auf die kürzeste Laufzeit. Den Endpreis inklusive Steuern und Wechselkurs zeigt der Anbieter bei der Bestellung.