Enshrouded-Server auf dem VPS: Windows, 16 Spieler und Rechte für Freunde
Das Wichtigste vor der Bestellung: Den offiziellen dedizierten Server von Enshrouded gibt es nur für Windows. Unter Linux lässt er sich mit Wine oder Proton starten, und viele machen das auch, aber die Entwickler unterstützen diesen Weg nicht. Nach einem Patch kann er so lange ausfallen, bis die Community neue Einstellungen gefunden hat. Das wirkt sich auch auf die Tarifwahl aus, denn Windows nimmt selbst einen Teil des Arbeitsspeichers, den sonst die Welt bekommen würde.
Wie viel RAM und wie viele Kerne nötig sind
Die Welt von Enshrouded ist groß und dicht: Das Gelände lässt sich abgraben und umbauen, Gegner streifen über die Karte, und jeder Spieler hat seine eigene Basis mit Handwerkern. All das lädt der Server rund um jeden Spieler. Je weiter sich die Gruppe verteilt, desto mehr Kartenabschnitte muss er gleichzeitig im Speicher halten. Deshalb werden für Enshrouded schon für eine kleine Gruppe 16 GB empfohlen: Unter Windows gehen davon 2–3 GB an das System, der Rest bleibt dem Spiel mit Reserve.
- Zwei bis vier Freunde. 4 Kerne ab 3 GHz und 16 GB. Weniger Speicher lohnt sich nicht: Sie sparen ein paar Euro im Monat und bekommen dafür Abstürze, sobald die Gruppe in verschiedene Biome ausschwärmt.
- Voller Server mit 16 Spielern. Die 16 GB sind dann das Minimum, besser sind 24–32 GB und 6 Kerne. Sechzehn Spieler bedeuten sechzehn geladene Kartenabschnitte und viel gleichzeitiges Bauen.
- Linux mit Wine. Das System braucht weniger Speicher, dafür kostet die Einrichtung Zeit, und nach Updates müssen Sie den Start womöglich reparieren.
Wenn ein schwacher Server nicht mitkommt, sehen die Spieler es sofort. Gegner erstarren und teleportieren sich dann, Boden und Bauten laden ruckartig nach, und beim Flug mit dem Gleiter wird die Figur zurückgeworfen. Dieses Hinterherhinken der Welt nennt man Desync. Meist steckt fehlende Taktfrequenz oder zu wenig Arbeitsspeicher dahinter, nicht die Internetverbindung.
Installation und Ports
Der Server wird über SteamCMD als App 2278520 heruntergeladen, ein anonymer Login genügt. Am bequemsten nehmen Sie einen VPS mit Windows, installieren SteamCMD und starten enshrouded_server.exe einmal. Beim ersten Start erscheint daneben die Einstellungsdatei enshrouded_server.json. Darin stehen der Servername, die Zahl der Plätze slotCount (1 bis 16), die Ordner für Spielstände und Logs sowie der Port.
Aktuelle Versionen brauchen nur einen Port, queryPort, standardmäßig 15637/UDP. Ältere Konfigurationen hatten zusätzlich gamePort 15636. Steht er in Ihrer Datei, öffnen Sie in der Windows-Firewall beide Ports per UDP. Taucht der Server nicht in der Liste auf, prüfen Sie zuerst genau diese Regel: Auf einem Windows-VPS sind eingehende Verbindungen standardmäßig gesperrt.
Bearbeiten Sie enshrouded_server.json nur bei gestopptem Server. Beim Herunterfahren schreibt der Server seine aktuellen Einstellungen in die Datei, und alles, was Sie während des Betriebs geändert haben, geht verloren. Die Datei muss gültiges JSON bleiben: Ein überzähliges Komma am Ende einer Liste, und der Server startet nicht.
Passwörter und Rechte der Spieler
Statt eines gemeinsamen Passworts kennt Enshrouded Spielergruppen: Administrator, Freund, Gast und Besucher. Jede Gruppe hat ihr eigenes Passwort und eigene Rechte, etwa ob sie bauen, Truhen öffnen oder Basiseinstellungen ändern darf. Das ist praktisch für einen Server, auf dem außer engen Freunden auch Zufallsbekanntschaften auftauchen. Gäste dürfen sich dann die Welt ansehen, aber keine fremden Bauten abreißen. Wählen Sie ein starkes Administratorpasswort und geben Sie es nie zusammen mit dem Passwort für Freunde weiter.
Spielstände: Was auf dem Server liegt und was beim Spieler
Der Server speichert nur die Welt: Gelände, Bauten, Truhen und NPCs. Die Charaktere mit Stufe, Fähigkeiten und Ausrüstung liegen auf dem Rechner jedes Spielers. Ein Server-Backup rettet also keinen fremden Charakter, und umgekehrt kann ein Spieler mit seinem Helden auf einen anderen Server wechseln. Die Welt speichert der Server regelmäßig in den Ordner aus den Einstellungen. Kopieren Sie ihn täglich außerhalb des VPS und auf jeden Fall vor einem größeren Update. Nach großen Patches machen alte Welten manchmal Probleme, und mit einer Kopie können Sie zurück.
Wo der Server stehen sollte und ob Sie Schutz brauchen
Für Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz passt ein Server in Frankfurt oder einer anderen deutschen Stadt: Aus Frankfurt, Wien oder Zürich liegt der Ping dorthin meist unter 20 ms. Die Niederlande und Frankreich bringen kaum mehr, für ein Koop-Spiel ist auch das noch bequem. Ist ein Teil der Gruppe weit verstreut, etwa in Skandinavien oder auf der Iberischen Halbinsel, nehmen Sie einen Standort in der Mitte; Angebote finden Sie in der Auswahl VPS in Deutschland. Einen geschlossenen Server für Freunde greift selten jemand an. Steht der Server in der öffentlichen Liste, nehmen Sie besser gleich einen Tarif mit DDoS-Schutz. Ein Spiel mit ähnlichem Charakter und geringeren Anforderungen ist Valheim, vergleichen können Sie auf der Seite VPS für Valheim.