Welche Ubuntu-Version auf den VPS und was nach der Installation zu tun ist
Ubuntu ist das häufigste Image in den Panels der Anbieter und wohl das am besten dokumentierte Serversystem: Für jeden Fehler gibt es bereits eine Antwort in einem Forum. Bei den Tarifen in der Tabelle oben können Sie es bei der Bestellung wählen oder im Panel in wenigen Minuten neu installieren. Die Fragen sind meist andere: Welche Version nehmen und was direkt nach dem ersten Login tun?
Welche Version?
Auf Server kommen nur LTS-Versionen: Sie erscheinen alle zwei Jahre im April und erhalten fünf Jahre lang reguläre Updates. Zwischenversionen mit der Nummer .10 werden nur neun Monate unterstützt und taugen nicht für einen VPS.
- 24.04 LTS – die zuverlässige Wahl für einen neuen Server: bewährte Pakete, regulärer Support bis 2029, Anleitungen dafür gibt es für jede Software.
- 26.04 LTS – die neueste. Ihr Image haben noch nicht alle Anbieter, und manche Drittsoftware unterstützt eine neue LTS erst mit Verzögerung.
- 22.04 LTS – wenn Ihre Software genau diese Version verlangt. Der reguläre Support endet im Frühjahr 2027.
- 20.04 und älter – nur für alte Projekte: Sicherheitsupdates gibt es dafür nur noch über das Abonnement Ubuntu Pro, das für den privaten Gebrauch auf einigen Maschinen kostenlos ist.
Prüfen Sie nach der Installation die Version mit cat /etc/os-release. Die Images in den Panels werden nicht immer rechtzeitig aktualisiert, und das erste Update eines frischen Servers zieht manchmal Hunderte Pakete nach.
Die erste halbe Stunde nach der Installation
- Aktualisieren Sie das System:
apt update && apt upgrade. Wurde der Kernel aktualisiert, starten Sie neu. - Legen Sie einen Benutzer mit sudo an, hinterlegen Sie einen SSH-Schlüssel und deaktivieren Sie in
sshd_configdie Anmeldung per Passwort und als root. In 24.04 startet SSH standardmäßig über einen systemd-Socket: Führen Sie nach einer Portänderungsystemctl daemon-reloadaus und starten Siessh.socketneu, sonst funktioniert der neue Port nicht. - Aktivieren Sie die Firewall: zuerst
ufw allow OpenSSH, dannufw enable. Die umgekehrte Reihenfolge ist der klassische Weg, den Zugang zum Server zu verlieren. - Prüfen Sie, ob die automatischen Sicherheitsupdates laufen (Paket unattended-upgrades).
- Legen Sie auf einer Maschine mit 1 GB Arbeitsspeicher eine Swap-Datei an: Cloud-Images kommen meist ohne.
Ubuntu oder Debian
Ubuntu basiert auf Debian, und der Unterschied ist kleiner, als man denkt. Ubuntu bietet neuere Kernel und Pakete, PPA-Repositorys, snap und eine riesige Menge fertiger Anleitungen. Debian ist konservativer, etwas sparsamer beim Arbeitsspeicher und kommt ohne snap aus; man wählt es für kleine Tarife und Server, die jahrelang ohne Eingriffe laufen. Mehr dazu auf der Seite VPS mit Debian. Für Docker und eine typische Website eignet sich jedes der beiden Systeme: Nehmen Sie das, mit dem Sie vertrauter sind.
Die Liste der verfügbaren Betriebssysteme übernehmen wir von den Websites der Anbieter. Ist die gewünschte Version bei der Bestellung nicht unter den Images, lässt sich das System bei den meisten KVM-Tarifen von einem eigenen ISO installieren.