VPS mit Kryptowährung bezahlen: Netzwerke, Gebühren und Erstattungen
Viele Hosting-Anbieter akzeptieren Kryptowährung als eine der Zahlungsarten; eine Kreditkarte oder ein Bankkonto im Land des Anbieters braucht man dafür nicht. Diese Zahlungsart hat jedoch ihre eigene Mechanik, und die meisten Probleme – zu wenig überwiesen, Zahlung im falschen Netzwerk, hängende Rechnung – entstehen durch Kleinigkeiten. Hier steht, was Sie vor der ersten Krypto-Zahlung für einen VPS wissen sollten.
Welche Coins und Netzwerke akzeptiert werden
- USDT – der Kurs ist an den Dollar gekoppelt, der Rechnungsbetrag „schwankt“ nicht. Am häufigsten akzeptiert in den Netzwerken TRON (TRC-20), BNB Smart Chain (BEP-20) und Ethereum (ERC-20), manchmal auch in TON, Polygon und Solana.
- BTC – wird fast überall akzeptiert, die Bestätigung kann aber zehn Minuten bis eine Stunde und länger dauern, und die Gebühr hängt von der Netzauslastung ab.
- LTC – schnelle Überweisungen mit niedriger Netzwerkgebühr.
- ETH, TON, XMR und andere – je nach Payment-Gateway des Anbieters.
Die wichtigste Regel: Das Sendenetzwerk muss mit dem in der Rechnung angegebenen Netzwerk übereinstimmen. USDT, die im BEP-20-Netzwerk an eine TRC-20-Adresse geschickt werden, sieht der Anbieter nicht, und zurückholen lassen sie sich meist nicht.
Gebühren und exakter Betrag
Die Netzwerkgebühr zahlt der Absender, und beim Anbieter muss mindestens der Rechnungsbetrag ankommen. Fallen beim Senden zusätzliche Gebühren an, rechnen Sie sie obendrauf. Im Ethereum-Netzwerk kann die Gebühr so hoch sein wie der Preis eines günstigen Tarifs, daher sind für kleine Zahlungen TRC-20, BEP-20 oder LTC günstiger.
Eine Rechnung hat meist einen Timer von 15–60 Minuten: Nur so lange ist der Kurs fixiert. Zahlen Sie später oder weniger, bleibt die Zahlung im Status „teilweise bezahlt“ hängen, und Sie müssen sich an den Support wenden.
Erstattungen und Guthaben
Eine Krypto-Zahlung lässt sich nicht zurückbuchen wie eine Kartenzahlung. Passt der Server nicht, erstatten die meisten Anbieter das Geld auf das interne Kontoguthaben, nicht auf die Wallet. Lesen Sie vor dem Bezahlen die Erstattungsbedingungen und beginnen Sie im Zweifel mit einem Monat oder mit stündlicher Abrechnung – so lässt sich der Server ohne unnötige Ausgaben testen.
KYC und Prüfungen
Ein Anbieter, der Kryptowährung akzeptiert, verlangt bei der Registrierung meist keine Dokumente, darf sie aber bei Beschwerden oder verdächtigen Aktivitäten anfordern. Anonymität garantiert die Krypto-Zahlung nicht: Transaktionen in der Blockchain sind öffentlich.
Buchhaltung und Unternehmen
Für ein Unternehmen ist die Zahlung mit Krypto oft eine schlechte Wahl: Die Ausgabe lässt sich nur schwer belegen, und je nach Land schränken Gesetze den Einsatz digitaler Währungen im Zahlungsverkehr ein. Für Firmen ist ein Anbieter mit Zahlung per Überweisung oder Karte einfacher.
In der Tabelle oben stehen Tarife von Anbietern, die Kryptowährung akzeptieren. Wenn Sie ein bestimmtes Land brauchen, gibt es eigene Auswahlen – zum Beispiel VPS in den Niederlanden gegen Kryptowährung.