So wählen Sie das Land für einen VPS in Europa
Europa bietet die größte Auswahl an virtuellen Servern: Hunderte Anbieter, Dutzende Länder, Tarife von ganz einfach bis leistungsstark. Doch „VPS in Europa“ ist nicht ein Standort, sondern sehr unterschiedliche Bedingungen. Das Land bestimmt Ping, Rechtslage, Umgang mit Beschwerden und Preis. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie die Auswahl auf zwei, drei Optionen eingrenzen.
Latenz: Nähe entscheidet
Als Faustregel gilt: Zu einem Rechenzentrum im eigenen oder im Nachbarland liegt der Ping meist bei 15–30 ms, quer über den Kontinent eher bei 45–80 ms. Die Standorte lassen sich grob so gruppieren:
- Norden und Baltikum – Finnland, Estland, Lettland, Litauen; Auswahlen: Finnland und Baltikum.
- Mitteleuropa – Polen, Deutschland, Niederlande, Tschechien, Schweden. Hier steht der Großteil der großen Rechenzentren des Kontinents.
- Westeuropa und Alpenraum – Frankreich, Großbritannien, Schweiz, Österreich.
- Südeuropa – Spanien, Italien, Portugal, Griechenland.
Die tatsächlichen Werte hängen von Ihrem Provider ab: Manchmal läuft der Traffic zu einem nahen Standort über einen Umweg, etwa über Frankfurt. Prüfen Sie vor dem Kauf den Ping zur Test-IP des Anbieters.
Gesetze und Regeln
In allen EU-Ländern gilt die DSGVO, doch die Aufsichtsbehörden sind unterschiedlich streng. Deutschland und die Niederlande sind für schnelle Reaktionen auf Beschwerden von Rechteinhabern und auf Spam bekannt. Die Schweiz gehört nicht zur EU, hat ein eigenes Datenschutzgesetz und den Ruf einer neutralen Jurisdiktion, dafür sind die Preise dort höher. Moldau, Serbien und Großbritannien haben eigene Regeln; für ein Projekt ist das meist eher eine Frage der Richtlinien des Anbieters als des Gesetzes.
Preise
Die günstigsten Tarife gibt es meist in Ländern mit großen Hosting-Clustern – Deutschland, Niederlande, Finnland – und in Osteuropa: Bulgarien, Rumänien, Moldau. Die Länder im Osten des Kontinents finden Sie auf der Seite VPS in Osteuropa. Am teuersten sind die Schweiz, Skandinavien und Großbritannien. Wenn Sie die Tabelle oben nach Preis sortieren, sehen Sie sofort, wo es gerade günstiger ist.
Achten Sie beim Preisvergleich nicht nur auf die Monatsgebühr. Beim einen Anbieter sind IPv4-Adresse, unbegrenzter Traffic und Snapshots im Preis enthalten, beim anderen wird all das separat berechnet – und ein auf den ersten Blick günstiger europäischer VDS ist am Ende teurer. Ein weiterer Faktor ist der Wechselkurs: Fast alle Tarife in Europa werden in Euro abgerechnet, außerhalb des Euroraums schwankt der Betrag daher von Monat zu Monat.
Kurzer Entscheidungsweg
- Minimaler Ping – ein Land in Ihrer Nähe; für Nord- und Osteuropa Finnland oder das Baltikum.
- Maximale Konnektivität und Auswahl – Deutschland oder die Niederlande.
- Niedrigster Preis – Osteuropa oder die großen Cluster in Deutschland.
- Publikum in einem bestimmten Land – Server in diesem Land oder einem Nachbarland.
- Prüfen Sie die Zahlungswege: Nicht jeder Anbieter akzeptiert Karte, PayPal und Kryptowährung gleichermaßen.
Wir sammeln die Tarife direkt von den Websites der Anbieter, aktualisieren sie stündlich und zeigen in der Spalte „Zahlung“, welche Zahlungswege jeder von ihnen akzeptiert.