VPS in New York: der Europa am nächsten gelegene Standort der USA
New York ist der Ort, an dem das amerikanische Internet auf das europäische trifft. Ein Großteil der Transatlantikkabel landet auf Long Island und in New Jersey an, danach läuft der Verkehr in einigen Gebäuden in Manhattan zusammen, die seit Jahrzehnten als Netzknoten dienen: 60 Hudson Street, 111 Eighth Avenue, 32 Avenue of the Americas. Hier arbeiten auch die Internetknoten NYIIX und DE-CIX New York. Ein Server in New York ist daher der kürzeste Weg von Europa in die USA: nach London etwa 70 ms, nach Frankfurt und Amsterdam 80–90 ms.
Was New York von anderen US-Städten unterscheidet
Die Wahl der Küste und die allgemeinen Bedingungen des US-Marktes sind auf der Seite VPS in den USA beschrieben. Innerhalb der Ostküste hat New York eigene Stärken. Es ist ein Finanzzentrum: Neben Börsen und Brokern stehen deren Handelsserver, und für automatisierten Handel zählt genau die Nähe zu diesen Standorten – die Übersicht dazu: VPS für Forex in New York. Es ist der bevölkerungsreichste Ballungsraum des Landes, eine Website, ein Shop oder ein Dienst für den Nordosten der USA bekommt also minimale Latenz direkt beim Publikum. Und die Stadt ist in zwei Richtungen dicht angebunden: nach Europa und ins Innere Nordamerikas.
Typische Aufgaben für einen New Yorker Standort:
- Hauptserver einer Website oder eines SaaS mit Kunden in Europa und den USA zugleich, solange eine zweite Region noch nicht nötig ist;
- Zwischenknoten zwischen europäischem und amerikanischem Büro eines Unternehmens – etwa für Datenbankreplikation und das Firmennetz;
- Server, um Werbung, Suchergebnisse und Websites aus Sicht eines Nutzers an der US-Ostküste zu prüfen;
- Game- oder Sprachserver für Spieler im Nordosten der USA und im Osten Kanadas.
Der benachbarte Cluster ist Ashburn in Virginia. Dort gibt es mehr Cloud-Standorte und große Plattformen, New York punktet mit Transatlantikrouten und der Nähe zu den Finanzsystemen. Der Latenzunterschied zwischen beiden ist gering, etwa 5–8 ms, daher entscheidet meist der konkrete Tarif, nicht die Stadt.
Ping aus Deutschland und Europa
Von Frankfurt nach New York sind es meist 80–90 ms, von London etwa 70 ms, aus Wien oder Zürich etwas mehr. Für Website, API und Backend ist das völlig ausreichend, beim Remote-Desktop aus Europa ist es spürbar, aber noch gut nutzbar. Bei gemischtem Publikum – Europa und US-Ostküste – ist New York ein guter Kompromiss: Aus den europäischen Hauptstädten bleibt die Latenz unter 100 ms, Amerikaner haben wenige Millisekunden. Sitzt das Hauptpublikum dagegen in Europa und die Amerikaner sind in der Minderheit, stellen Sie den Server auf die andere Seite des Atlantiks, etwa nach London: Dann trägt die Minderheit die rund 70 ms, nicht die Mehrheit. Den tatsächlichen Wert prüfen Sie vor dem Bezahlen über die Test-IP oder das Looking Glass des Anbieters.
Wo der Server tatsächlich steht
Flächen in Manhattan sind teuer, deshalb liegt ein Großteil der „New Yorker“ Rechenzentren in New Jersey: Secaucus, Clifton, Piscataway, Weehawken. Das ist normal – bis Manhattan sind es von dort 1–3 ms –, trotzdem lohnt es sich, vor der Bestellung die genaue Adresse zu kennen:
- Für Handelsroboter zählt genau das Rechenzentrum, in dem der Server des Brokers steht; der Nachbarstaat kann zusätzliche Millisekunden kosten.
- Für Websites und Dienste ist der Unterschied zwischen Manhattan und New Jersey nicht spürbar, dafür sind Standorte im Umland oft günstiger.
- Manche Anbieter schreiben „New York“ für den ganzen Nordosten, und der Server steht dann in Buffalo, 600 km von der Stadt entfernt, oder gleich in einem Nachbarstaat. Suchen Sie in der Beschreibung nach dem Namen des Rechenzentrums oder fragen Sie den Support, und prüfen Sie nach dem Start das Traceroute.
Gesetze des Bundesstaats und Regeln der Anbieter
Ein allgemeines Bundesgesetz zum Datenschutz gibt es in den USA nicht, es gelten Gesetze der Bundesstaaten. In New York ist das der SHIELD Act: Unternehmen, die Daten von Einwohnern des Staates speichern, müssen angemessene Schutzmaßnahmen treffen und über Datenlecks informieren. Für Finanzunternehmen verlangt die Aufsicht des Bundesstaats zusätzlich ein Cybersicherheitsprogramm. Beschwerden von Rechteinhabern bearbeiten die Anbieter nach dem DMCA: Kommt eine Beschwerde, wird der Inhalt entfernt, bei Wiederholung wird der Server abgeschaltet. Speichern Sie personenbezogene Daten aus der EU auf einem US-Server, verlangt die DSGVO eine Grundlage für die Übermittlung: etwa eine Zertifizierung des Anbieters nach dem EU-US Data Privacy Framework oder Standardvertragsklauseln, dazu einen Auftragsverarbeitungsvertrag.
Bezahlung
Die meisten New Yorker Anbieter akzeptieren Kreditkarten und PayPal, ein spürbarer Teil auch Kryptowährung als Zahlungsweg, Firmenkunden erhalten bei manchen eine Rechnung. Achten Sie darauf, ob die Preise netto in Dollar angegeben sind und ob für Kunden in der EU Umsatzsteuer hinzukommt; bei Kartenzahlung können außerdem Gebühren für die Währungsumrechnung anfallen. Amerikanische Unternehmen können eine Bestätigung Ihrer Daten verlangen, geben Sie daher echte Angaben an und halten Sie Backups getrennt vom Server. Die Zahlungswege jedes Tarifs sehen Sie in der Spalte „Zahlung“ in der Tabelle oben.